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Fokus auf Prävention und Gesundheitsförderung

„Gesundheit beginnt im Alltag mit regelmäßiger Bewegung, gesunder Ernährung, regelmäßiger Vorsorge und einem ausgewogenen Lebensstil.“ Das betonte Gesundheitsministerin Diana Stolz zur Eröffnung der vierten Sitzung des Paktes für Gesundheit in Hessen Ende Juni beim Landessportbund in Frankfurt. Das Sitzungsthema "Prävention und Gesundheitsförderung" sei zugleich ein Schlüssel zur langfristigen Finanzierbarkeit des Gesundeitswesen. "Wenn es uns gemeinsam gelingt, Krankheiten noch besser vorzubeugen, Risiken früher zu erkennen und Menschen in ihrer Gesundheitskompetenz zu stärken, dann gewinnen wir Lebensqualität und Lebensjahre“, ergänzte Ministerin Stolz.

Beste Rahmenbedingungen für Prävention und Gesundheitsförderung würden durch niederschwellige und gut sichtbare Angebote im Lebensumfeld der Menschen gesetzt, unterstreichen die Akteure des 2024 initiierten Gesundheitspaktes. Beispielhaft benennt der Landessportbund das Programm „SPORTLAND HESSEN bewegt“ mit vielen zielgruppenspezifischen und öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen.

Zur Relevanz erweiterter Vorsorge verweist Dr. Fabian Acker vom Universitätsklinikum Frankfurt auf zwei Studien zur Wirksamkeit des neu eingeführten Lungenkrebsscreenings, eine Kassenleistung zur Früherkennung von Lungenkrebs bei Personen mit einem sehr hohen Risiko. In die Prävention sind künftig zudem die Apotheken stärker eingebunden. Dazu zählen mehr Impfkompetenzen, Risikochecks oder auch die zusätzliche Abgabeerlaubnisse für bestimmte Medikamente, so Dr. Christian Ude, Präsident der Landesapothekenkammer Hessen. Dr. Axel Kortevoß vom Verband der Ersatzkassen erläuterte Strategie und Umsetzung des Präventionsgesetzes  (PrävG) durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im Rahmen des ARGE GKV-Bündnisses.

In Form eines gemeinsamen Beschlusses bekräftigten die Partner des Pakts, Prävention künftig noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken, erfolgreiche Maßnahmen sichtbar zu gestalten und neue Ansätze gemeinsam zu entwickeln.

In vorherigen Runden hat der "Pakt für Gesundheit Hessen" Impulse für ein „Netzwerk Kinder- und Jugendmedizin – Gesund aufwachsen in Hessen“ sowie Schritte zur Gewinnung von Fachkräften für das Gesundheitswesen gesetzt.  


Akteure beim Hessischen Pakt für Gesundheit BildVergroessern

Das Pflegequalifizierungszentrum (PQZ) Hessen begleitet hessische Arbeitgeber aus den Bereichen Pflege und Gesundheit sowie ausländische Pflege- und Gesundheitsfachkräfte im Prozess von der Anwerbung über die Beschäftigung und Anerkennung bis hin zur Integration der Fachkräfte. Neben der Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen werden vordringlich die Entbürokratisierung, die Fachkräftesicherung in der Kranken- und Altenpflege sowie die Fachkräftesicherung in der Ärzteschaft als Schlüsselbereiche in den Blick genommen.

Paktpartner sind die Hessische Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Vereinigung Hessen, die Landesärztekammer, der Hausärzteverband, der Verband der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte, die Psychotherapeutenkammer Hessen, das Universitätsklinikum Gießen und Marburg, der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, die Landeszahnärztekammer Hessen, die Kassenzahnärztliche Vereinigung, die Landesapothekerkammer Hessen, der Hessische Apothekerverband, die AOK Hessen, die Barmer, die Techniker Krankenkasse, der Verband der Ersatzkassen, die IKK classic, der BKK Landesverband Süd, die KNAPPSCHAFT, die DAK Gesundheit, das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege, die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung sowie die Kommunalen Spitzenverbände der Hessische Landkreistag, der Hessische Städtetag und der Hessische Städte- und Gemeindebund.

Pakt für Gesundheit Hessen: Fachkraeftebeschluss (PDF, 111KB)