Umlagesatz U1: Höhe und Erstattung | arbeitgeberversicherung.de

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Um­la­ge­satz U1

So funk­tio­niert das Aus­gleichs­ver­fah­ren

Sie nehmen als Arbeitgeber am U1-Verfahren teil? Dann bezahlen Sie das Ausgleichsverfahren durch eine gesonderte Umlage: den Umlagesatz U1. Diese Umlage zahlen Sie für alle Ihre beschäftigten Arbeitnehmer und Minijobber.

Als Arbeitgeber zahlen Sie nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz das Entgelt im Krankheitsfall Ihrer Mitarbeiter weiter. Nehmen Sie am U1-Verfahren teil, erhalten Sie nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG) diese Zahlungen anteilig erstattet. 

Gut zu wissen: Als Arbeitnehmer gelten im arbeitsrechtlichen Sinne alle Personen, die auf Basis eines Arbeitsvertrags gegen Entgelt in Ihrem Unternehmen arbeiten.

On­line-Rech­ner Um­la­ge­pflicht

Eine Frau am Büroarbeitsplatz blickt auf einen Monitor.

So gut wie alle Arbeitgeber mit bis zu 30 Beschäftigten nehmen am Umlage-Verfahren U1 teil. Sie auch?

Um­la­ge-Ver­gleichs­rech­ner

Ein Mann arbeitet in einem Büro an einem Laptop.

Was das Ausgleichsverfahren kostet? Sehen Sie selbst!

Un­se­re Um­la­ge­sät­ze

Ein Laptop und der Ausdruck einer Auswertung auf einem Schreibtisch.

U1 0,90 %
Erstattungssatz = 80 %
U2 0,24 %
Erstattungssatz = 100 %

Um­la­ge­satz U1

So be­rech­net sich die Hö­he der Um­la­ge U1

Der Umlagesatz U1 richtet sich jeweils nach dem jeweiligen Entgelt. Im Detail bedeutet das: Entscheidend ist der Prozentsatz des Entgelts, nach dem die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bemessen werden bzw. bemessen werden würden (falls Arbeitnehmer nicht in die Rentenversicherung einzahlen).

Relevant für die Höhe der Umlage ist das laufende Arbeitsentgelt. Ein einmalig gezahltes Arbeitsentgelt bleibt unberücksichtigt. Die Berechnung des Umlagesatzes U1 erfolgt von einem Arbeitsentgelt bis zur Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung. Diese Beitragsbemessungsgrenze ist in den Rechtskreisen Ost und West noch bis zum 31.12.2024 unterschiedlich.

Gut zu wissen: Ist für Ihre Arbeitnehmer die knappschaftliche Rentenversicherung zuständig? Dann gilt dennoch die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung - und nicht die Beitragsbemessungsgrenze in der knappschaftlichen Rentenversicherung.

Bes­tens ab­ge­si­chert: mit dem güns­ti­gen Um­la­ge­satz U1

Für wel­che Be­schäf­tig­ten zah­le ich die Um­la­ge U1?

Umlagen zum U1-Verfahren zahlen Sie grundsätzlich für alle Ihre Arbeitnehmer, für die Sie im Krankheitsfall Entgeltfortzahlung leisten. Hierzu gehören alle abhängig beschäftigten Angestellten sowie Auszubildende - auch Haushaltshilfen, die Sie im Privathaushalt beschäftigen.

Umlagen zahlen Sie somit für alle Personen, die im Sinne des Aufwendungsausgleichsgesetzes (AAG) Arbeitnehmer oder Auszubildende sind.

U1-Um­la­ge­pflicht nach Per­so­nen­grup­pen

Personenkreis

Umlage 1 ja

Umlage U1 nein

Arbeitnehmer in Beschäftigungsverhältnissenx
Arbeitnehmer in Beschäftigungsverhältnissen von bis zu vier Wochenx
Auszubildende in Berufsausbildungenx

Beamte, Richter, Soldaten auf Zeit und ähnliche Personen in einer

Nebenbeschäftigung außerhalb des Dienstverhältnisses

x

Beschäftigte in der Freistellungsphase der Altersteilzeit sowie bei

vergleichbaren Freistellungen von der Arbeitsleistung

x
Teilnehmer an einem Bundesfreiwilligendienstx

Teilnehmer an einem Freiwilligendienst (Freiwilliges Soziales

oder Ökologisches Jahr)

x
Praktikanten - vorgeschriebene Praktika gegen Entgeltx
Praktikanten - vorgeschriebene Praktika ohne Entgeltx
Praktikanten - freiwillige Praktika gegen Entgeltx
Praktikanten - freiwillige Praktika ohne Entgeltx

Praktikum als Teil der Hochschulausbildung -

beispielsweise das Praktische Jahr im Rahmen der

ärztlichen Ausbildung nach der Approbationsordnung für Ärzte

x
Studenten mit Beschäftigungx
Teilnehmer an berufsintegrierten oder berufsbegleitenden dualen Studiengängenx

Teilnehmer an praxisintegrierten dualen Studiengängen während der Praxisphase.

Vorausgesetzt,

  • das Praktikum ist in die Hochschul- oder Fachschulausbildung

    eingegliedert und

  • die praktische Ausbildung ist im Wesentlichen nicht betrieblich,
  • sondern durch die Hochschule bzw. Fachschule geregelt und gelenkt.
x

Vorstandsvorsitzende, Vorstandsmitglieder sowie GmbH-Geschäftsführer

(auch Gesellschafter-Geschäftsführer)

x

Heimarbeiter ohne tarifvertraglich bestimmten Anspruch auf Entgeltfortzahlung

im Krankheitsfall

x

Heimarbeiter mit tarifvertraglich bestimmtem Anspruch auf Entgeltfortzahlung

im Krankheitsfall

x
Privat krankenversicherte Arbeitnehmerx

Arbeitnehmer, für die nach den Regelungen des europäischen Gemeinschaftsrechts

die deutschen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit gelten

x
Schwerbehinderte Menschenx

Personen im Eingangsverfahren oder im Berufsbildungsbereich von anerkannten

Werkstätten für behinderte Menschen

x
Personen in Elternzeitx
bei Insolvenz des Unternehmens für die weiterbeschäftigten Arbeitnehmerx
bei Insolvenz des Unternehmens für die von der Arbeit freigestellten Arbeitnehmerx
Freie Mitarbeiterx
Eine Frau im Profil. Sie trägt unter anderem eine weiße Latzhose und ein weißes Basecap.

Ma­ler­meis­te­rin (37), Ar­beit­ge­be­rin in ei­nem Drei­mann­be­trieb

„Durch die schnelle und hohe Erstattung der Arbeitgeberversicherung fielen die Lohnkosten für die Ausfallzeit meines Angestellten gering aus. Für mich eine sinnvolle Versicherung - und das für wenig Geld.“
Un­ser Ziel? Vor­aus­schau­end pla­nen.

 Da­mit die Um­la­ge U1 lan­ge Zeit für Sie sta­bil bleibt.

Die Erstattung Ihrer Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit finanzieren wir durch die Umlage U1 der beteiligten Arbeitgeber. 

Wir als Arbeitgeberversicherung verwalten diese Umlagen als Sondervermögen. Selbstverständlich verwenden wir Ihre Gelder nur für gesetzlich vorgeschriebene oder zugelassene Zwecke. 

Die Höhe der Umlage müssen wir so festsetzen, dass die Umlagebeträge zusammen mit den sonstigen Einnahmen ausreichen, um die notwendigen Aufwendungen für den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen und die sonstigen zulässigen Ausgaben zu bestreiten. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Satzung.


Un­ser güns­ti­ger Um­la­ge­satz U1

Jahr

Umlagesatz U1

20190,90 %
20180,90 %
20170,90 %
20161,00 %
09-12/20151,00 %
01 - 08/20150,70 %

Der Bei­trags­nach­weis für die Um­la­ge U1

Mit dem Beitragsnachweis weisen Sie Ihre Abgaben des Umlagesatzes U1 nicht personengebunden, sondern als Gesamtbetrag aus. Und das getrennt für alle Minijobber und für alle bei der Knappschaft versicherten Arbeitnehmer. In diesen Beitragsnachweisen teilen Sie – rechtzeitig vor dem Zahlungstermin – die Summe Ihrer Abgaben mit, die Sie für einen Kalendermonat zahlen werden. Die Summe enthält auch die Umlagen U1 und U2.

Hin­weis zum Bei­trags­nach­weis: Das Ein­ga­be­feld „ab­züg­lich Er­stat­tung U1/U2“

Möchten Sie auf dem Beitragsnachweis Erstattungsbeträge nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG) in Abzug bringen? Dann tragen Sie in das Feld „abzüglich Erstattung U1/U2“ ausschließlich Ihre Arbeitgeberaufwendungen bei Krankheit U1 oder bei Mutterschaft U2 ein.

Ihren Erstattungsantrag U1 übermitteln Sie spätestens vier Arbeitstage vor dem Tag der Fälligkeit der Beiträge. Nur bei Einhaltung dieser Frist können wir die Absetzungsbeträge auf Ihre Beitragsschuld berücksichtigen und Ihre Arbeitgeberaufwendungen erstatten.

Auch in­ter­essant

Mehr zum Bei­trags­ver­fah­ren U1

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Wir helfen Ihnen gerne!

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