Telefon-Icon Telefon-Icon

0234 304 - 43990

Was Ar­beit­ge­ber jetzt wis­sen müs­sen

Fragen und Antworten zur Erstattung U1/U2 im Zusammenhang mit den Coronavirus finden Sie hier.

FAQ Er­stat­tung U1/U2 und Co­ro­na­vi­rusWas Ar­beit­ge­ber jetzt wis­sen müs­sen

Was müssen Sie als Arbeitgeber leisten, wenn Mitarbeiter in Quarantäne sind? Was, wenn Mitarbeiter arbeitsunfähig erkrankt sind? Was ist beim Mutterschutz während der COVID-19-Pandemie zu beachten?

Als Arbeitgeberversicherung liegt unsere Kernkompetenz beim Ausgleichsverfahren der Arbeitgeberaufwendungen bei Arbeitsunfähigkeit (U1-Verfahren) und für Mutterschaftsleistungen (U2-Verfahren). In unserem FAQ geben wir Ihnen Antworten auf die häufigsten Fragen zur Erstattung U1/U2 im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Haben Sie Fragen zum Arbeitsrecht?

Beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) bekommen Sie zu Ihrem Anliegen schnell, zuverlässig und fachkundig Rat und individuelle Hilfestellung. Das Bürgertelefon des BMAS ist von montags bis donnerstags zwischen 8:00 und 20:00 Uhr für Sie erreichbar.

Krankenschwester mit Atemschutzmaske mit positivem Bluttestergebnis für das Coronavirus

Ih­re Fra­gen zur Er­stat­tung U1/U2 im Zu­sam­men­hang mit dem Co­ro­na­vi­rus

Qua­ran­tä­ne wur­de an­ge­ord­net. Zah­le ich Ar­beits­ent­gelt oder Ent­schä­di­gung?

Hat sich ein Mitarbeiter möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert, ordnen Gesundheitsämter Quarantäne nach dem Infektionsschutzgesetz an. Der Mitarbeiter darf für die Dauer der Quarantäne seinen häuslichen Bereich nicht mehr verlassen. Für Arbeitgeber stellt sich dann die Frage, ob sie das Gehalt weiterzahlen müssen, wenn der Mitarbeiter unfreiwillig seine Leistung nicht mehr erbringen kann.

Während der Quarantäne ist rein rechtlich zwischen Arbeitsentgelt und Entschädigung zu unterscheiden. Hier hilft der Blick in den Arbeitsvertrag. Wurde das Weiterzahlen des Arbeitsentgelts in solchen Fällen nach § 616 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ausgeschlossen? Sind Sie als Arbeitgeber nicht vertraglich zur Weiterzahlung des Lohns verpflichtet, greift zum Schutz des Mitarbeiters ein Entschädigungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz (§ 56 IfSG). Sie zahlen dem Mitarbeiter dann (für längstens 6 Wochen) die Entschädigung aus.

Im Anschluss können Sie eine Erstattung der geleisteten Entschädigung beantragen. Das gilt auch dann, wenn ein positives Testergebnis ohne Krankheitssymptome vorliegt. Den Antrag stellen Sie über das Infoportal IfSG.

Wie lan­ge und in wel­cher Hö­he leis­te ich die Ent­schä­di­gung nach dem IfSG?

Sie leisten die Entschädigung an Mitarbeiter in den ersten sechs Wochen als Lohnfortzahlung. Ab der siebten Woche muss der Mitarbeiter selbst einen Antrag bei der zuständigen Behörde stellen, um weiterhin eine Entschädigung zu erhalten. Informieren Sie sich dazu im Infoportal IfSG.

Hinweis:

Voraussetzung für die Entschädigung ist eine behördlich angeordnete Quarantäne.

Wo be­an­tra­ge ich die Er­stat­tung der Ent­schä­di­gung?

Die Arbeitgeber beantragen die Erstattung der Entschädigung über das Infoportal IfSG. Die teilnehmenden Bundesländer sind dort aufgeführt.

Ist Ihr Bundesland noch nicht dabei, stellen Sie den Antrag bei der zuständigen Gesundheitsbehörde.

Wann er­hält der Mit­ar­bei­ter bei Co­ro­na ei­ne Ar­beits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gung?

Nur bei einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus und Krankheitssymptomen stellt der behandelnde Vertragsarzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für den erkrankten Mitarbeiter aus.

Zeigt der Mitarbeiter keine Symptome, erhält er keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Das gilt auch, wenn der Test auf das Virus positiv ausfällt. In diesem Fall reicht der Mitarbeiter den behördlichen Bescheid über die Anordnung der Quarantäne bei Ihnen ein.

Lesen Sie dazu den Praxishinweis Coronavirus der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Wäh­rend der Qua­ran­tä­ne wird mein Mit­ar­bei­ter ar­beits­un­fä­hig krank. Was nun?

Wird ein Mitarbeiter während der Quarantäne arbeitsunfähig krank, erhält er vom behandelnden Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Die ab dem Zeitpunkt der Erkrankung zu leistende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erstatten wir über das U1-Verfahren vom Beginn der Arbeitsunfähigkeit an.

Ich zah­le Ent­gelt nach § 616 BGB wei­ter. Er­hal­te ich ei­ne U1-Er­stat­tung?

Eine Erstattung von weitergezahltem Arbeitsentgelt nach § 616 BGB über das U1-Verfahren ist nicht möglich. Das gilt auch für tarif- oder einzelarbeitsvertragliche Regelungen.

Wel­che Ent­gel­te wer­den bei der Lohn­fort­zah­lung er­stat­tet?

Erstattungsfähig sind Entgelte, die Sie nach den Vorschriften §§ 3 und 9 EntgFG geleistet haben. Mehr dazu erfahren Sie im FAQ Erstattungsfähige Entgelte U1.

Mein Mit­ar­bei­ter ist am Co­ro­na­vi­rus er­krankt. Wer er­stat­tet mei­ne Lohn­kos­ten?

Bei einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus und Krankheitssymptomen stellt der behandelnde Vertragsarzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus. In diesem Fall leisten Sie die Lohnfortzahlung nach den Vorschriften der §§ 3 oder 9 EntgFG . Danach erstatten wir die Lohnfortzahlung über das U1-Verfahren. Geregelt ist die Erstattung in § 2 AAG . Übermitteln Sie einfach einen Antrag.

Mut­ter­schutz wäh­rend der CO­VID-19-Pan­de­mie. Was muss ich be­ach­ten?

Im Informationspapier „Hinweise zur mutterschutzrechtlichen Bewertung von Gefährdungen durch SARS-CoV-2“ vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finden Sie alles, was sie während der Corona-Pandemie beim Mutterschutz beachten müssen. Es wurde zusammen mit Expertinnen und Experten aus dem Ausschuss für Mutterschaft (AfMu) vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) aktualisiert.

Kontaktbox (verweist auf: Kontaktformular)

Haben wir Ihre Frage nicht beantwortet?

Wir helfen gerne.