FAQ zur Umlage U1 | arbeitgeberversicherung.de

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FAQ zum Um­la­ge­ver­fah­ren U1

All­ge­mei­ne Fra­gen zur Um­la­ge U1

Hier finden Sie Antworten zu Fragen rund um das Thema Entgeltfortzahlung und Erstattung bei Krankheit Ihrer Arbeitnehmer.

Ein Mann am Büroarbeitsplatz.

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FAQ: U1-Er­stat­tung, Ent­gelt­fort­zah­lung und mehr

Wel­che Leis­tun­gen er­stat­tet mir die Arbeitgeber­versicherung?

Wir erstatten ausschließlich Entgeltfortzahlung nach den §§ 3 und 9 EntgF. Darüber hinausgehende Leistungen dürfen wir nicht erstatten.

Nach wel­cher War­te­zeit ha­be ich An­spruch auf Er­stat­tung?

Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Lohnfortzahlung nach einer Wartezeit von vier Wochen (28 Kalendertagen). Erst nach dieser Wartezeit haben auch Sie als Arbeitgeber Anspruch auf Erstattung Ihrer Aufwendungen.

Be­ginnt die War­te­zeit bei ei­ner Be­triebs­über­nah­me neu?

Nein. Bei einer Betriebsübernahme mit allen Rechten und Pflichten entsteht keine neue Wartezeit.

Wie lan­ge muss ich er­krank­ten Mit­ar­bei­tern den Lohn fort­zah­len?

Sie müssen das Entgelt nicht unbegrenzt für jede Erkrankung fortzahlen: Innerhalb eines Zeitjahres (Zwölf-Monats-Frist) zahlen Sie grundsätzlich nur für insgesamt sechs Wochen wegen derselben Krankheit. Selbst dann, wenn sich der Anspruch auf mehrere Krankheitszeiträume verteilt. Sechs Wochen entsprechen dabei genau 42 Kalendertage.

Wichtig: Ihr Arbeitnehmer hat allerdings einen neuen Anspruch auf sechs Wochen Entgeltfortzahlung (Sechs-Monats-Frist), wenn er vor Beginn einer neuen Arbeitsunfähigkeit mindestens sechs Monate nicht wegen derselben Krankheit gefehlt hat.

Wann be­ginnt die Sechs-Wo­chen-Frist?

Hier kommt es darauf an, ob der Arbeitnehmer sich vor Arbeitsaufnahme oder während der Arbeit krank meldet.

  • Bei einer Krankmeldung vor Arbeitsaufnahme beginnt die Frist noch am selben Tag.
  • Bei einer Krankmeldung während der Arbeit beginnt die Frist am Folgetag.

Das Kind mei­nes Ar­beit­neh­mers ist krank. Wird mei­ne Lohn­fort­zah­lung er­stat­tet?

Eine Erstattung ist nicht möglich, denn Ihr Arbeitnehmer hat in diesem Fall keinen Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz.

Bei Erkrankung eines Kindes erhält ein sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in der Regel Krankengeld. Diese Leistung kann Ihr Arbeitnehmer bei der zuständigen Krankenkasse beantragen.

Stellen Sie aufgrund tarif- oder einzelarbeitsvertraglicher Regelungen Ihren Arbeitnehmer während dieser Zeit bezahlt frei, erfolgt keine Erstattung im Rahmen des U1-Verfahrens.

Er­stat­tet die Arbeitgeber­versicherung auch Ar­beit­ge­ber­bei­trags­an­tei­le?

Wir erstatten 80 Prozent des fortgezahlten Bruttoarbeitsentgelts. Darin sind die erstattungsfähigen Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung bereits enthalten.

Mein Ar­beit­neh­mer geht in der Ar­beits­zeit zum Arzt. Er­hal­te ich ei­ne Er­stat­tung?

Bei Entgeltfortzahlungen für Arztbesuche, ambulante Klinikbesuche und Erkrankungen im Laufe eines Arbeitstages ist eine U1-Erstattung nicht möglich.

Ihr Arbeitnehmer hat nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz keinen Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts für diese Fehlzeiten. Allerdings erhält er seinen Lohn für den angebrochenen Arbeitstag weiter.

Was muss ich beim Fest­stel­lungs­ver­fah­ren be­ach­ten?

Alles Wichtige zum Feststellungsverfahren finden Sie hier.

Wer be­ant­wor­tet mir Fra­gen zum Ar­beits­recht?

Antworten auf Ihre Fragen rund um das Thema Arbeitsrecht erhalten Sie durch die Mitarbeiter am Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Dieses erreichen Sie telefonisch unter 030 221 911 004, per E-Mail unter info@bmas.bund.de oder online unter www.bmas.de.

Wo er­hal­te ich ei­nen Über­blick zum Ent­gelt­fort­zah­lungs­ge­setz?

Antworten auf Fragen zur Entgeltfortzahlung bei Krankheit und an Feiertagen liefert Ihnen die Broschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

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